Das Kompetenzzentrum Platform Networking for Jobs setzt sich seit 12 Jahren für Chancengleichheit beim Zugang zum Arbeitsmarkt von hochqualifizierten Zugewanderten aus Drittstaaten ein.   In diesem Sinne unterstützt Frau Regula Rytz, Nationalrätin und Co-Präsidentin der Grünen Schweiz, unsere Forderung und hat in der Sommersession 2015 eine Interpellation eingereicht.     Hochqualifizierte Zugewanderte aus Drittstaaten besser in den Arbeitsmarkt integrieren   Die Zuwanderung hat sich in den letzten Jahren positiv auf das durchschnittliche Qualifikationsniveau der Erwerbspersonen in der Schweiz ausgewirkt. Bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund der ersten Generation sind viele Personen aus EU28-/EFTA-Staaten im Besitz eines Tertiärabschlusses (38,4%). Dieser Anteil ist bei den Personen aus Ländern ausserhalb Europas sogar noch höher (41,6%) (BFS, 2014). Ein Teil dieses Potentials liegt jedoch brach: „In der Schweiz leben schätzungsweise 50’000 hochqualifizierte MigrantInnen aus Drittstaaten, die keine Stelle haben oder einer Arbeit nachgehen, für die sie überqualifiziert sind“. (Basler Institut „B.S.S.“) „Diese Personen stellen für Unternehmen ein attraktives Humankapital dar, das aber nur ungenügend genutzt wird. Nur durch gezielte Einbindung in den Schweiz. Arbeitsmarkt können die brach liegenden Ressourcen von Zugewanderten in der hiesigen Gesellschaft genutzt werden.“ (Platform Networking for Jobs).   Der Bundesrat möchte im Rahmen der sogenannten Fachkräfte-Initiative auch Zugewanderte, die bereits länger in der Schweiz leben, besser in den Arbeitsmarkt integrieren. Die Hürden sind hoch. So wird der Master-Abschluss von Personen aus Drittstaaten gemäss der Zertifikats-Bewertung der Schweiz. Hochschulkonferenz häufig nach unten korrigiert. Weiter berichten Netzwerke, die mit qualifizierten Migrant/innen arbeiten, von kulturellen Missverständnissen bei Bewerbungen und in der Personalauswahl.   Es stellen sich deshalb folgende Fragen: 1. Welche spezifischen Massnahmen wurden getroffen, um das Potenzial von qualifizierten Zugewanderten besser zu nutzen und ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern? 2. Zugang zu den Hochschulen und Anerkennung von Diplomen: Wie kann der Bundesrat qualifizierte, in der Schweiz lebende Zugewanderte darin unterstützen, Hürden bei der Einschreibung zu den Hochschulen zu überwinden und die Anerkennung ihrer Diplome zu verbessern? 3. Eintritt in den Arbeitsmarkt: Wie kann der Bundesrat die Schulung des HR-Personals im Bereich der Rekrutierung und Anstellung von ausländischen, in der Schweiz lebenden Fachkräften unterstützen? Wie kann das Angebot an befristeten Projektarbeitsplätzen für den Arbeitsmarkteinstieg verbessert werden? 4. Spracherwerb: Wie kann der Bundesrat den Zugang zu kostengünstigen und intensiven Sprachkursen ab Sprachniveau B2 unterstützen?